Tocopherol (Vitamin E)
Funktion und Bedarf
Das fettlösliche Vitamin E ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Verbindungen, die sich alle in ihrer Wirksamkeit unterscheiden. Sie unterstützen das Immunsystem und schützen den Körper vor reaktivem Sauerstoff, beeinflussen die Eicosanoidsynthese, die Membranfluidität und spielen eine indirekte Rolle bei der Zellatumung.
Um die verschiedenen Substanzen mit Vitamin E-Wirkung vergleichbar zu machen, wird der Begriff der Tocopherol-Äquivalente (TÄ) eingeführt: 1 mg TÄ = 1 mg R,R,R-alpha-Tocopherol = 2 mg R,R,R-beta-Tocopherol.
Als Antioxidans schützt Vitamin E ungesättigte Fettsäuren vor der Oxidation. Deshalb muss die Aufnahme dieser Fettsäuren bei der Bestimmung eines Schätzwertes berücksichtigt werden. Die ermittelten Schätzwerte basieren auf der Energiezufuhr und dem empfohlenen Fettsäuremuster. Sie betragen für Kinder und Jugendliche (je nach Alter) 6 bis 14 mg TÄ, für Frauen liegen sie bei 12 mg TÄ und für Männer bei 15 mg TÄ.
Vorkommen in Lebensmitteln
Gute Vitamin-E-Quellen sind Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl, Sojaöl, Weizenkeime und Haselnüsse. In tierischen Lebensmitteln finden sich nur geringe Gehalte.
Mögliche Mangelerscheinungen
Beim gesunden Menschen treten keine Mangelerscheinungen auf.
Versorgungslage
Die Versorgung mit Vitamin E liegt geringfügig unter den Empfehlungen.