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Stoffwechsel

Unter Stoffwechsel (Metabolismus) wird die Summe aller physikalischen und biochemischen Prozesse verstanden, die im Organismus ablaufen. Stoffwechselprozesse sind beispielsweise die Umwandlung der aufgenommenen Nahrungsmittel, die Bildung von körpereigenen Strukturen, Hormonen und Enzymen, das Wachstum und der Abbau von Knochen, Muskeln und anderen Geweben.

Der Stoffwechsel gliedert sich in zwei Gruppen:

  • Baustoffwechsel
  • Betriebsstoffwechsel (Energiestoffwechsel)

Der Baustoffwechsel regeneriert den Organismus. Normalerweise stehen Aufbau (Anabolie) und Abbau (Katabolie) der verschiedenen Strukturen im Gleichgewicht. Bei Kraftsportlern domieren die aufbauenden Vorgänge, d.h. es überwiegt eine anabole Stoffwechsellage. Allerdings kann es beim Kraftsportler auch zu katabolen Stoffwechsellagen kommen, wenn keine ausreichende Regeneration oder kein Ersatz der verbrauchten Energie nach dem Training erfolgt. Viele Kraftsportler sind übertrainiert, da die Regenerationszeiten nicht eingehalten werden. Der Grund liegt darin, dass viele Kraftsportler befürchten, an trainingsfreien Tagen Muskelmasse zu verlieren.

Durch den Energiestoffwechsel wird durch Verbrennung (Oxidation) von Kohlenhydraten, Fetten und zum kleinen Teil Eiweiß Energie gewonnen. Welche Substanzen zur Energiegewinnung genutzt werden, hängt vom Ernährungs- und Trainingszustand des Organismus ab und besonders auch davon, ob zum jeweiligen Zeitpunkt genügend Sauerstoff zur Verfügung steht oder nicht. Der Anteil der zur Energiegewinnung verwendeten Nährstoffe ist also nicht konstant, sondern wechselt je nach der bestehenden Situation. Für die Muskelkontraktion wird immer Adenosintriphosphat (ATP) benötigt. ATP wird auch als die Energiewährung des Körpers bezeichnet. Dabei ist es egal, ob man eine leichte Tätigkeit, wie z.B. das Öffnen einer Flasche, oder einen Weltrekord im Gewichtheben aufstellen möchte.