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STH-Releaser

STH ist das menschliche Wachstumshormon das der Körper überwiegend nachts bildet. Durch verschiedene Kombinationen von Aminosäuren wird versucht die Bildung oder Ausschüttung von Wachstumshormonen zu erhöhen.

Argininpyruglutamat/Lysin (APL)

In einer Studie aus dem Jahre 1981 wurde in Rom festgestellt, dass durch die einmalige orale Gabe von 1,2 Gramm Argininpyruglutamat plus 1,2 Gramm Lysin die Wachstumshormonausschüttung erheblich gesteigert werden konnte. Hohe Level an Wachstumshormonen (STH) sollen das Muskelwachstum anregen und den Fettabbau fördern. Da dieser Effekt von vielen Sportlern gewünscht ist und die Injektion von synthetischen STH nicht gerade ungefährlich ist, versprach man sich viel von APL. Würde es gelingen den Körper durch orale Zufuhr von APL dazu zu bringen mehr STH auszuschütten, hätte man ein Wundermittel gefunden.

Das Ergebnis in der Praxis war mehr als bescheiden. Entweder handelte es sich in der Studie um einen Fehler im Praxisdesign, Methodik, oder der Körper kann diesem eventuell höheren STH Spiegel nicht nutzen. In regelmäßigen Abständen kommt APL als neues Wundermittel auf den Markt.

Ornithin-alpha-Ketoglutarat (OKG)

Die Aminosäure Ornithin kommt in Nahrungsproteinen kaum vor. Sie wird als Zwischenprodukt im Argininstoffwechsel gebildet. Ornithin soll von allen Aminosäuren die stärkste Ausschüttung von Insulin bewirken. In der Theorie soll Ornithin durch die erhöhte Insulinausschüttung die Wirkung von STH verstärken. Die Dosierung wäre allerdings sehr hoch und würde bei einem 90 Kilogramm Bodybuilder rund 10 Gramm betragen. Eine für den Sportler positive Wirkung wurde nie nachgewiesen. Ornithin hat allerdings eine bewiesene Wirkung zur Unterstützung der Immunstimulation und des Leberstoffwechsels.

Allgemeine Bewertung

Da beide STH-Releaser nicht lebensmittelrechtlich als Nahrungsergänzungen zugelassen sind und deren Wirkung äußerst zweifelhaft ist, können beide Produkte nicht empfohlen werden.

Eine Ausschüttung von Wachstumshormonen ist in oraler Form nicht möglich. Bei zwergwüchsigen Kindern wird mit Hilfe einer Arginin-Infusion die Tätigkeit der Hirnanhangdrüse bestimmt. Scheinbar wollten einige Wissenschaftler oder Hersteller diese Methode auf Sportler überragen. Selbst wenn es gelingen würde, würde es sich dann um ein Arzneimittel handeln, welches unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden müsste.

Zur Immunstimulation und Entgiftung des Körpers ist L-Carnitin weitaus sicherer und dessen Wirkung ist vielfach belegt.