A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Natrium

Funktion und Bedarf

Natrium erfüllt im menschlichen Körper verschiedene Funktionen Durch seine osmotische Aktivität (hohes Wasserbindungsvermögen) spielt Natrium eine maßgebliche Rolle bei der Regulation des Wasserhaushalts. Außerdem ist es für Enzymaktivitäten sowie das Membranpotenzial und damit für Signalweiterleitungen verantwortlich.

Meistens erfolgt die Aufnahme von Natrium in Form von Speisesalz. Speisesalz ist eine Verbindung aus 40 % Natrium und 60 % Chlorid. Schon 6 Gramm Speisesalz (2,4 Gramm Natrium) decken den Natriumbedarf eines Erwachsenen. Der Schätzwert für Kinder beträgt 0,3 bis 0,55 Gramm, für Jugendliche und Erwachsene 0,55 Gramm Natrium pro Tag. Er errechnet sich aus den Natriumverlusten über Urin, Stuhl und Schweiß.

Vorkommen in Lebensmitteln

Die meisten unverarbeiteten Lebensmittel enthalten wenig Natrium (frisches Fleisch, frischer oder tiefgefrorener Fisch, Obst, Gemüse, Reis, Kartoffeln und Nudeln). Verarbeitete Lebensmittel dagegen sind oft sehr natriumreich. Hierzu gehören z.B. Wurstwaren, Brot und Fertiggerichte. Neben einer gezielten Lebensmittelauswahl lässt sich der Salzkonsum auch durch den Einsatz von Kräutern und Gewürzen sowie aromaschonende Garverfahren (Dünsten erhält den Eigengeschmack) reduzieren.

Mögliche Mangelerscheinungen

Bei Durchfallerkrankungen, anhaltendem Erbrechen oder starkem Schwitzen entstehen große Natriumverluste. Da Natrium viel Wasser bindet, kann es zu einer starken Austrocknung (Dehydratation) kommen. Typische Anzeichen sind Blutdruckabfall, Herzrasen und Muskelkrämpfe.

Versorgungslage

Der Salzkonsum liegt in Deutschland deutlich über den Empfehlungen, ein Mangel ist daher nicht zu befürchten. Die Salzzufuhr lag im Jahr 2001 bei durchschnittlich 8 Gramm pro Tag. Eine hohe Salzzufuhr kann bei so genannten salzempfindlichen Personen zu Bluthochdruck führen.