A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Mineralstoffe

Sportler haben grundsätzlich einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen, da sie mehr schwitzen und durch den höheren Energieumsatz mehr Enzymaktivitäten zum reibungslosen Ablauf ihres Hochleistungsstoffwechsels benötigen. Wer mehr als drei mal die Woche intensiv trainiert und zusätzlich eine Diät, wie z.B. eine Low Carb Diät, hält wird es kaum schaffen seinen Bedarf zu decken. Auch Personen die nicht auf Diät sind werden in den meisten Fällen nicht genügend Mineralstoffe mit der Nahrung zuführen. Das liegt ganz einfach daran, dass die meisten von uns aus Zeit- und Bequemlichkeitsgründen es nicht schaffen werden, sich jeden Tag vollwertig zu ernähren.

Eisen - der Sauerstofflieferant

Häufige Müdigkeit und Gereiztheit kann auf Eisenmangel hinweisen. Besonders Frauen nehmen häufig zu wenig Eisen zu sich. Die Folgen sind Blässe, brüchige Haare und Fingernägel sowie Schwindel und Kopfschmerzen.

In unserem Körper befinden sich ungefähr 5 Gramm Eisen. Davon sind alleine 70 % im Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, enthalten. Diese eisenhältigen roten Blutkörperchen transportieren den eingeatmeten Sauerstoff zu allen Körperzellen. So ist es leicht verständlich dass es bei Eisenmangel sehr schnell zu einem Energieverlust kommt, da der für die Energieproduktion benötigte Sauerstoff fehlt.

  • Ernährungsphysiologische Funktionen
  • Bildung der roten Blutkörperchen
  • Transport von Sauerstoff zu den Zellen
  • Enzymtätigkeit
  • Hormonstoffwechsel
  • Immunsystem
  • Herzfunktion
  • Mangelsymptome
  • Appetitlosigkeit
  • allgemeine Müdigkeit
  • Verstopfung
  • Libidomangel
  • eingerissene Mundwinkel
  • Haarausfall
  • Atembeschwerden
  • Hautblässe

 

Magnesium - das Salz des Lebens

Häufige Muskelkrämpfe können ein Hinweis auf Magnesiummangel sein. Denn die Muskelzellen sind auf dieses Mineral angewiesen. Ohne Magnesium können sie nicht reibungslos arbeiten, auch die Nerven wäre nicht in der Lage, Signale an die Muskeln weiterzuleiten. Dieses Mineral verhindert, dass die Muskeln zu schnell erregt werden und sich unkontrolliert zusammenziehen.

Magnesium erhält das Gleichgewicht zwischen dem Innenraum der Zelle und ihrer Umgebung und aktiviert rund 300 Enzyme im Körper. Der Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel ist auf dieses Mineral angewiesen - ohne Magnesium würden diese Prozesse viel zu langsam ablaufen.

  • Ernährungsphysiologische Funktionen
  • Vorbeugung und Linderung von Muskelkrämpfen
  • allgemeine Entspannung bei Stressbelastungen
  • Sicherstellung von Enzymaktivitäten

Auch an der glatten Muskulatur der inneren Organe kann es zu krampfartigen Reaktionen kommen: Etwa im Magen-Darm-Trakt und an den Harnwegen. Funktionsstörungen der Herzmuskulatur und Herzrhythmusstörungen sind ebenfalls möglich. Weitere Mangelsymptome sind Konzentrationsstörungen, Schwindel, Kopfdruck, Nervosität und innere Unruhe.

Ein Magnesium-Mangel führt zu Muskelkrämpfen, Tremor (Zittern), Herzrhythmusstörungen und Migräne, da die Muskelzellen auf eine Unterversorgung mit einer erhöhten Erregbarkeit und Krampfneigung reagieren. Magnesium kommt nach dem Kalium am häufigsten in der intrazellulären Flüssigkeit vor. Beim Erwachsenen macht der Mineralstoff 24 bis 28 Gramm der Körpermasse aus. Immer mehr Menschen in Deutschland weisen einen Magnesiummangel auf. Die Ursachen sind vielfältig, zum einen durch ungenügende Zufuhr durch modernes Fast Food, Diäten und zu langes Kochen in zuviel Flüssigkeit.

Zink - der Jungbrunnen!

Seit mehr als 100 Jahren ist bekannt, das Zink eine wichtige Rolle im Wachstum von Pflanzen und Tieren hat. In den letzten Jahrzehnten haben Wissenschaftler in verschiedenen Teilen der Welt bewiesen, dass ergänzende Gaben von Zink ernährungsbedingte Wachstumsverminderungen und die Infektionsanfälligkeit reduzieren können.

Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, dass für eine breite Palette von Funktionen im menschlichen Körper essenziell ist.

Wundheilung, Immunsystem, Fortpflanzung (Empfängnisbereitschaft und Schwangerschaft der Frau und Zeugungsfähigkeit des Mannes), Wachstum, Verdauung, Stoff Wechsel und sogar Geruchs- und Geschmackssinn sind ohne Zink nicht möglich. Die Aktivierung und Funktion von vielen Enzymen ist ohne Zink oder bei Zinkmangel unmöglich oder gestört.

Das lebensnotwendige Spurenelement Zink hat im Gegensatz zu den Erkältungsmedikamenten das Potential, vor Erkältung zu schützen und die Dauer sowie die Intensität einer Erkältung herabzusetzen.

Zink kann die Erkältung um durchschnittlich 3,6 Tage verkürzen. Die Erkältung ist die häufigste Erkrankung des Menschen, jeder Erwachsene klagt im Durchschnitt zweimal jährlich über die typischen Symptome wie Schnupfen, Heiserkeit, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Husten.

In allen 70 Billionen Körperzellen ist Zink ein sehr aktiver Bestandteil. Es überwacht weit über 100 Enzymreaktionen und wirkt als starkes Antioxidiants. Es sorgt für die Spannkraft der Haut und für die optimale Produktion aller für das Jungbleiben wichtigen Hormone wie z.B. das Wachstumshormon, Testosteron und das Schilddrüsenhormon. Zink fördert auch die Gesundheit von Haaren und Kopfhaut und wird bei der Behandlung von Akne eingesetzt.

Männer brauchen besonders viel Zink!

Nur wenn die Sexualorgane eines Mannes ausreichend mit Zink versorgt sind, funktioniert Libido, Potenz und Orgasmusfähigkeit richtig. Bei einer Studie wurde gezeigt, dass der Penis und die Hoden von Männern schrumpfen, wenn ein Zinkmangel vorliegt. Wie wichtig Zink für den Mann ist zeigt auch die Tatsache, dass die Prostata die höchste Konzentration an Zink im Körper hat.

Besonders wichtig für Sportler!

Bei einer Studie in den USA mit einer großen Anzahl an Sportlern wurde festgestellt, dass 70 % einen Zinkmangel hatten. Aber gerade Athleten brauchen mehr Zink, da die beiden Hormone Testosteron und Wachstumshormon für Kraft und Leistung entscheidend sind. Offensichtlich verbrauchen Sportler mehr Mineralien und Spurenelemente oder nehmen durch die Nahrung nicht genug zu sich. Dies scheint vor allem bei Zink der Fall zu sein.

Tipp: Besonders in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, nicht nur zusätzliches Vitamin C sondern auch Zink einzunehmen. Ohne dieses Spurenelement ist das Immunsystem den Grippeviren hilflos ausgeliefert.

  • Ernährungsphysiologische Funktionen
  • Beteiligt an der Produktion von Insulin
  • unterstützt die Proteinsynthese
  • wichtig für den Muskelaufbau
  • optimiert die Gehirnfunktion
  • beschleunigt die Wundheilung
  • fördert die Bildung von Hormonen
  • beugt Erkältungen vor und stärkt das Immunsystem
  • fördert Muskelkraft und Ausdauer
  • wichtig für gesunde Haut, schöne Haare und Nägel
  • steuert wichtige Enzymfunktionen
  • Mangelsymptome
  • Weiße Flecken auf den Fingernägel
  • Dehnungsstreifen
  • Störung im Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel
  • Libidomangel und Potenzstörungen
  • Haarausfall und schuppige Haut
  • verzögerte Wundheilung

Jod - Fatburner und Energizer

Jod ist ein wichtiger Baustein der Schilddrüsenhormone, die sowohl für die Anregung vieler Stoffwechselprozesse im Körper, als auch für die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit verantwortlich sind. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Antriebsarmut können somit Symptome für einen Jodmangel sein.

Obwohl der menschliche Körper nur einige Milligramm Jod enthält, sind 90% davon in der Schilddrüse gespeichert. Die Schilddrüse braucht Jod, um das wichtige Hormon Tyroxin, welches den Stoffwechsel aller Körperzellen steuert, zu bilden. Tyroxin reguliert auch den Grundumsatz und so den Energieverbrauch des Körpers. Deshalb kann es bei einem Jodmangel auch zu Müdigkeit und Gewichtszunahme kommen.

  • Ernährungsphysiologische Funktionen
  • Steigert Fettverbrennung durch Anregung der Schilddrüsentätigkeit
  • fördert geistige Aktivität
  • sorgt für gesunde Haut, Haar und Nägel
  • hilft bei der Stressbewältigung
  • steigert die Konzentrationsfähigkeit
  • Mangelsymptome
  • Kropfbildung
  • Gewichtszunahme
  • Wachstumsverzögerung
  • Verstopfung
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Müdigkeit und Unlust
  • langsamer Stoffwechsel
  • trockenes, brüchiges Haar
  • trockene, blasse Haut
  • Herzklopfen
  • Regelstörungen

 

Chrom

Chrom spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel. Dieses Spurenelement ist ein Teil einer Verbindung im Körper, der als Glucose-Toleranz-Faktor (GTF) bezeichnet wird. Chrom unterstützt die Insulinwirkung und trägt damit zur Aufrechterhaltung eines stabilen Blutzuckerspiegels bei. Es kann helfen den Appetit zu kontrollieren.

  • Ernährungsphysiologische Funktionen
  • Stabilisiert den Blutzucker
  • fördert den Fettabbau
  • Senkung des erhöhten Blutzuckerspiegels
  • Erhöhung der Insulin-Sensibilität
  • Körperfettreduktion
  • Appetitssenkung
  • Reduktion erhöhter Cholesterin- und Triglyceridwerte
  • Zunahme von Muskel-Masse

Ein stabiler Blutzucker ist für unsere Energie und unser Wohlbefinden von außerordentlich großer Bedeutung. Bei einem Mangel am Spurenelement Chrom kann der Blutzucker im Stoffwechsel nicht optimal verwertet werden und es kann im schlimmsten Fall zu Diabetes kommen.

Wir haben fast alle einen Mangel!

Ein Mangel an Chrom ist extrem weit verbreitet. Unter den Erwachsenen geht man davon aus, dass zirka 90 % zu wenig von diesem wichtigen Spurenelement mit der Nahrung aufnehmen. Kein Wunder also, dass starke Blutzuckerschwankungen aber auch Diabetes immer mehr Menschen plagen. Das Hormon Insulin transportiert den Blutzucker in die Körperzellen wo er zu Energie verbrannt werden kann. Chrom, aber auch Zink, werden vom Körper benötigt, damit Insulin diese Aufgabe optimal erledigen kann.

Wofür ist Chrom noch wichtig?

Neuere Studien haben gezeigt, dass Chrom auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Arteriosklerose senken kann, da es in der Lage ist, das gute HDL-Cholesterin zu steigern und gleichzeitig das schädliche LDL-Cholesterin zu senken. Durch seinen Einfluß auf den Stoffwechsel und die Stabilisierung des Blutzuckers wird Chrom auch gerne zur Unterstützung einer Diät und zur Beschleunigung des Fettabbaus eingenommen.

  • Mangelerscheinungen
  • Heißhunger
  • Schwindelanfälle
  • Gereiztheit
  • Depressionen
  • ständige Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Unruhe

 

Selen

Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das mit der Nahrung aufgenommen wird. Da in Deutschland die Verfügbarkeit von Selen aus den Böden für Pflanzen im Durchschnitt sehr gering ist, tragen pflanzliches Protein, Getreide und Brot im Unterschied zu Nordamerika, wo die Böden selenreicher sind, nur zu einem geringen Teil zur Selenzufuhr bei.

Eine mangelnde Versorgung mit dem Spurenelement Selen erhöht Experten zufolge das Krebsrisiko. Selen schützt den Körper vor Alterungsprozessen im Herz-Kreislauf- und im Immunsystem.

Auch hilft es dem Körper, die so genannten Freien Radikale abzubauen. Dabei handelt es sich um zellschädigende Sauerstoffverbindungen.

Es schützt den Körper vor Alterungsprozessen im Herz-Kreislauf-, Nerven- und Immunsystem. Außerdem beugen Selen-Verbindungen der Krebsentstehung vor. Zahlreiche Studien zeigen, dass ein Selenmangel das Risiko für Prostata-, Darm- oder Lungenkrebs erhöht. Es konnte bewiesen werden, dass Sauerstoffradikale, die in jeder Zelle vorkommen können, durch selenhaltige Enzyme abgebaut und unschädlich gemacht werden. Sind die Körperzellen den Radikalen schutzlos ausgeliefert, können die Zellen, die Proteine und auch das Erbgut der DNA geschädigt werden. Der Krebs kann entstehen.