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Jod

Funktion und Bedarf

Jod ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone (Trijodthyronin, Tetrajodthyronin). Diese regulieren z.B. Zellwachstum, Zellteilung, Grundumsatz und Wärmeproduktion. Die Zufuhrempfehlung orientiert sich daran, welche Menge an Schilddrüsenhormonen neu gebildet wird. Kinder sollen (je nach Alter) 100 bis 180 mg Jod aufnehmen, Jugendliche und Erwachsene 200 mg.

Vorkommen in Lebensmitteln

Deutschland ist ein Jod-Mangelgebiet. Die Böden sind jodarm, und so enthalten auch die Lebensmittel nicht viel Jod. Regionale Schwankungen sind möglich. Lediglich Meeresprodukte weisen einen hohen Jod-Gehalt auf, z.B. Fische, Muscheln, Algen. Bei entsprechender Fütterung der Kühe und Hühner können auch Milch und Eier nennenswerte Jodmengen aufweisen. Die Verwendung von jodiertem Speisesalz ist empfehlenswert.

Mögliche Mangelerscheinungen

Durch Jodmangel kann ein Kropf (Jodmangelstruma) entstehen. Dies kann eine Einengung der Luftröhre zur Folge haben. Außerdem können sich in der Schilddrüse so genannte autonome Zentren bilden - das sind Gebiete, die sich übergeordneten Kontrollmechanismen entziehen und zur Schilddrüsenüberfunktion führen können.
Ein Jodmangel in der Schwangerschaft kann zu schweren Schäden beim Fötus führen (Taubstummheit, geistige Entwicklungsstörungen, Fehl-/Todgeburt).

Versorgungslage

Die tatsächliche Jod-Aufnahme liegt weit unter den Empfehlungen.