Glutamin
Glutamin ist die am meisten im Körper vorkommende Aminosäure. Ca. die Hälfte Ihres Vorkommens befindet sich in freier Form im Blut, der Rest ist im Muskel gespeichert. Als nicht essenzielle Aminosäure kann Glutamin vom Körper unter normalen Bedingungen in ausreichender Menge produziert werden. Die Hauptfunktion des Glutamin ist die Synthese weiterer Aminosäuren und die Energieproduktion. Das Immunsystem gehört zum größten Verbraucher dieser Aminosäure.
Mögliche Wirkungen
1. Unterstützt das Immunsystem.
2. Baut Muskelmasse auf.
3. Verhindert katabolische Stoffwechsellagen.
4. Verbessert die Wasser- und Glykogeneinlagerung.
5. Verbessert die Regeneration.
Mögliche Wirkungsweise
Intensive Muskelanstrengung führt zu einem erniedrigten Glutamin-Gehalt in der Muskulatur. Personen mit Übertrainingssymptomen haben durch den geringen Glutamin-Gehalt in ihrer Muskulatur ein erhöhtes Risiko, an Infektionen zu erkranken. Es wird häufig beobachtet, dass hart trainierende Sportler kurz vor dem Wettkampf eine Grippe bekommen. Dies wird mit einem niedrigen Glutaminspiegel in Verbindung gebracht.
Unter besonderen Belastungen gelingt es dem Körper nicht mehr, ausreichend Glutamin herzustellen. In diesen Situationen sollte Glutamin supplementiert werden. Außerdem kann es zu einer katabolen Stoffwechsellage kommen, da der Muskel kein Glutamin mehr in der Muskulatur gespeichert hat. Zudem kann Glutamin die Ausschüttung von Cortisol verhindern bzw. verringern. Cortisol ist ein Stresshormon, das katabole Effekte im Körper verursacht.
Gegenstand derzeitiger wissenschaftlicher Studien ist, inwiefern Glutamin die Glykogen-Einlagerung in den Muskel verbessern kann. Es ist bekannt, dass Glutamin den Wassergehalt der Zelle erhöht. Möglicherweise wird dadurch, ähnlich wie beim Kreatin, die Proteinsynthese angeregt.
Glutamin ist nach heutigem Stand der Wissenschaft ein sehr sicheres Supplement und findet auch in der Medizin ein großes Anwendungsspektrum. Zum Thema L-Glutamin gibt es mittlerweile viele positive Studien, die eine Glutaminergänzung wissenschaftlich untermauern.
Leistungsorientierte Sportler haben auf jeden Fall Glutamin bereits in ihre Grundausstattung aufgenommen und nehmen bis zu 40 g täglich. Bisher gibt es keine Berichte über Nebenwirkungen. Für Sportler mit hoher Infektanfälligkeit oder hohem Trainingspensum sollten 10 g täglich aufgeteilt in zwei Dosen zu je 5 g genügen. Ein optimaler Zufuhrzeitpunkt ist direkt nach dem Training.
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