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Coenzym Q10

Der menschliche Körper kann Coenzym Q10 selbst herstellen und die Coenzyme Q1 bis Q9 zu Coenzym Q10 umbauen. Da Coenzym Q10 für die Energiegewinnung unerlässlich ist, hängt seine Konzentration in den Körperzellen vom jeweiligen Energieumsatz ab. Die höchsten Konzentrationen finden sich in Herz und Leber, außerdem in den Zellen der Niere, der Bauchspeicheldrüse und der Muskeln. Im Alter sinkt die Konzentration der Zellen an Coenzym Q10 ab, insbesondere in Herz und Lunge. Als Ursache kommen eine verminderte Synthese, eine sinkende Aufnahme sowie ein gesteigerter Verbrauch in Frage. Ein therapeutischer Einsatz von Coenzym Q10 ist in verschiedenen Bereichen möglich.


Hautschutz

Coenzym Q10 verbessert den Antioxidanzien-Status, vermindert die Schäden durch freie Radikale sowie Zahl und Tiefe der Falten.


Herzfunktion

Coenzym Q10 verbessert Herz-Zeitvolumen, Auswurfvolumen, Herzindex, Enddiastolischen Volumenindex und senkt den diastolischen Blutdruck.


Metabolisches Syndrom

Coenzym Q10 senkt den diastolischen Blutdruck um etwa 10 Prozent. Auch für den systolischen Blutdruck gibt es entsprechende Hinweise.


Diabetes mellitus, Typ 2

Diabetische Ratten zeigen eine starke Verminderung von Coenzym Q10 in Herz und Leber. Bei diesen Ratten senkte Coenzym Q10 die Hyperglykämie.


Cholesterin

Statine hemmen das Enzym HMG-CoA-Reduktase, das auch an der Biosynthese von Coenzym Q10 beteiligt ist. Statine senken daher die Serumkonzentration von Coenzym Q10. Statin-Patienten sollten Coenzym Q10 supplementieren, um Herz- und Leberproblemen vorzubeugen. In einer Studie trat bei Patientinnen, die mit Statinen behandelt wurden, vermehrt Brustkrebs auf. Hier könnte eine Verbindung zu einer therapeutischen Verminderung der Coenzym Q10-Konzentration bestehen.

Auch bei hoher Dosierung von Coenzym Q10 (600 mg pro Tag über 360 Tage) sind keine negativen Nebenwirkungen zu erwarten. Vereinzelt wird von einer Verstärkung der Wirkung von Kumarinderivaten berichtet. Die köpereigene Produktion von Coenzym Q10 scheint durch eine externe Zufuhr nicht beeinflusst zu werden.