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Chrom

Beschreibung

Chrom spielt eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel. Dieses Spurenelement ist ein Teil einer Verbindung im Körper, der als Glucose-Toleranz-Faktor (GTF) bezeichnet wird. Chrom unterstützt die Insulinwirkung und trägt damit zur Aufrechterhaltung eines stabilen Blutzuckerspiegels bei. Möglicherweise kann es helfen, den Appetit zu kontrollieren. Nahrungsquellen sind z.B. Bierhefe, Vollkorngetreide, Brokkoli, Pflaumen, Pilze und Bier. In Nahrungsergänzungen werden Chrom-Salze wie Chrom-picolinate und Chrom-Chlorid zur besseren Absorption eingesetzt.


Mögliche Wirkungen

  • Senkung des erhöhten Blutzuckerspiegels
  • Erhöhung der Insulin-Sensibilität
  • Körperfettreduktion
  • Appetitssenkung (Chrom ist daher oft Bestandteil von Fatburnern)
  • Reduktion erhöhter Cholesterin- und Triglyceridwerte
  • Zunahme von Muskelmasse


Einsatz von Chrom in der Sportlernahrung

Chrom-Ergänzungen wurden in den achtziger Jahren populär, da es Hinweise darauf gab, dass 200 mcg anabole Wirkungen (Erhöhung der Muskelmasse und Reduktion des Körperfetts) besitzen könnten. Spätere Studien konnten diese Wirkung nicht gelegen.

Bei einer Supplementierung von 400 mcg pro Tag konnten übergewichtige ca. 50 % höhere Gewichtsabnahmen innerhalb von drei Monaten im Vergleich zur Placebo-Gruppe erreichen. Die einzige wissenschaftliche Absicherung ist dahin gehend, dass Chrom-Ergänzungen eine Insulinresistenz korrigieren können.


Sicherheit

In der angegebenen Dosierung von 200 bis 400 mcg täglich scheinen Nebenwirkungen außer gelegentlicher Durchfallerscheinungen nicht vorzukommen. Bekannt ist allerdings, dass eine 33jährige Frau um abzunehmen täglich 1.200 bis 1.500 mcg über vier bis fünf Monate einnahm und folgende Nebenwirkungen entstanden sind:

  • Anämie
  • Blutbildveränderungen
  • Leber-Funktionsstörungen
  • Niereninsuffizienz.


Schlussfolgerung

Muskelaufbau und Körperfettreduktion sind beim Sportler durch die Einnahme von Chrom nicht zu erwarten. Mangelerscheinungen sind bei einer Mischkost noch nicht beobachtet worden. Eventuell kann die Einnahme bei Diabetikern vorteilhaft sein. Es spricht nichts gegen eine Supplementierung in Form eines Multi-Mineralstoffpräparates als General Purpose Supplement.


Referenzen:

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Grant KE, Chandler RM, Castle AL, Ivy JL. Chromium and exercise training: effect on obese women. Med. Sci. Sports Exerc. 1997 Aug; 29(8): 992-8.


McCarty MF. Chromium and other insulin sensitizers may enhance glucagon secretion: implications for hypoglycemia and weight control. Med. Hypotheses. 1996 Feb.; 46(2): 77-80.


Trent LK, Thieding-Cancel D. Effects of chromium picolinate on body composition. J. Sports Med. Phys. Fitness. 1995 Dec; 35(4): 273-80.


Walker LS, Bemben MG, Bemben DA, Knehans AW. Chromium picolinate effects on body composition and muscular performance in wrestlers. Med. Sci. Sports Exerc. 1998 Dec; 30(12): 1730-7.